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Fahrzeugabo, Auto abonnieren, Ford, Volvo, Auto-Schneider, Fahrzeug abonnierenAutos zu besitzen wird zunehmend unmoderner. So kommen immer mehr Alternativen auf den Markt und alle sollen maximale Flexibilität garantieren. Bereits etabliert ist das sogenannte Carsharing. Anders das Abonnement für Autos. Eine feste Rate, einen oder mehrere Neuwagen, nur Tanken muss man noch. Hier die Fakten zu diesem, für Autohersteller, neuen Modell.  

Das Abo

Die Idee setzte sich vorher schon bei Streaminganbietern wie Netflix durch. Nun beginnen mehr und mehr Hersteller damit, es auch für ihre Fahrzeuge umzusetzen. Und das ist auch eine gute Idee, wie eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman beweist. So sind rund 26% der Deutschen interessiert an so einem Vertriebsmodell. Außerdem könnten sich 3 von 10 deutschen Interessenten vorstellen, ihr Privatfahrzeug zugunsten eines Abos abzuschaffen.

Bei diesem System geht es darum, sämtliche Kosten, abgesehen vom Kraftstoff, abzudecken. Kein Stress mit Zulassungen, Versicherungen, Verschleißkosten und Werkstattbesuchen. All das deckt ein Komplettpaket ab. Das heißt aber, wie bei jedem Abo, dass man das Fahrzeug nicht besitzt. Man leiht es sozusagen nur aus. Das ist ähnlich wie mit einem Handyvertrag, wo man bspw. für 40€ das Handy und den Vertrag bekommt.  

Möglichkeiten

Obwohl der Markt noch ganz neu ist, kommt bei immer mehr Fahrzeughaltern der Gedanke auf, monatlich für ein solches Abo zu bezahlen. Der große Clou dabei? Man kann sogar mehrmals pro Jahr das Auto wechseln. Je nachdem, was man gerade braucht. Man benötigt also nicht mehr das eine Auto das alles können müsste, was natürlich nicht möglich ist. Sie wollen zu fünft in den Urlaub? Dann nehmen Sie ein großes Modell. In der Arbeitszeit sind Sie nur in der Stadt unterwegs? Dann gibt es einen Cityflitzer.

Dabei spricht ein Abo-Modell aber eher finanzkräftigere Kunden an. Es unterscheidet sich damit grundsätzlich vom Carsharing. So sind Monatsraten von über 1.000€ möglich und längst nicht das Ende. Dennoch wäre dieser Preis für 31% der Befragten akzeptabel. 23% sind sogar mit mehr als 1.250€ einverstanden. Auf der anderen Seite, würden mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland, ein solches Abo wählen, wenn es höchstens 500€ kostet. Hier mal ein Beispiel: Wer  einen Ford Fiesta Titanium fahren möchte, bezahlt bei einem Anbieter 329€ pro Monat. Dafür gibt es 15.000 Freikilometer, Vollkasko mit Selbstbeteiligung (1.000€), Wartungen und Reifenwechsel. Kosten für Steuern und Zulassung sind auch enthalten, nicht aber die 299€ Startgebühr für Neukunden. Bei solchen Abos können nochmal optionale Zusatzservices hinzukommen, bspw. Pannenhilfe und ein Ersatzfahrzeug.  Nach oben hin, sind dem Modell keine Grenzen gesetzt. Man kann auch für 3.000€ pro Monat einen Sportwagen oder für 1.000€, ein Auto für jede Jahreszeit fahren.

Herausforderung für Hersteller

Natürlich gleichen sich die Wünsche der Kunden ungefähr. Wer fährt nicht im Sommer gern mal mit einem Cabrio herum? Und genau diese Verfügbarkeit des Wunschmodells, ist für 35% das Allerwichtigste an diesem Modell. Für Anbieter und Hersteller wird das eine große Herausforderung, die bestimmten Modelle zu Spitzenzeiten vorrätig zu haben. Bei warmen Temperaturen das sportliche Cabrio und im Winter den wohnlichen SUV. Der Hersteller muss also auf der einen Seite den Kunden zufrieden stellen, auf der anderen Seite aber auch jedes Modell ausreichend auslasten. Das wird letztendlich den Preis für bestimmte Autos bestimmen.

Aber auch jetzt schon zeigt sich der wachsende Trend hin zum Abonnement. Besonders bei jungen Menschen ist es auch jetzt schon beliebt. Zusammenfassend kann man sagen, dass man z.B. mit dem Jahreszeitenabo deutlich flexibler und stressfreier ist. Aber man bezahlt auch über 750€ pro Monat und das für ein Fahrzeug, dass man nicht sein Eigentum nennen kann. Wie sich der Markt letztendlich entwickelt, wird die Zukunft zeigen. Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden!