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Autonomes Fahren Ford Auto-Schneider Kommunikation mit Fußgängern selbstständig fahrendes AutoDie Kommunikation zwischen Autofahrern und Fußgängern wird einem schon während der Fahrschule beigebracht. Augenkontakt herstellen ist dabei das A und O. Zusätzlich wird mit Handzeichen oder einer Lichthupe anderen Verkehrsteilnehmern der Vorrang gewährt. Das funktioniert soweit ganz gut, aber was ist, wenn autonome Fahrzeuge ins Spiel kommen? Sie können schlecht ein Handzeichen geben und Augenkontakt aufnehmen.

Eine Lösung

Um das Problem zu lösen, hat sich Ford etwas einfallen lassen. Neuartige Symbole wurden aber von vorn herein abgelehnt, weil sie eben nicht sofort erkennbar wären. Man müsste erst überlegen, was sie bedeuten. Aber diese Zeit hat man im hektischen Verkehrsalltag einfach nicht. Man überlegte sich also, welche Signale bereits etabliert sind. Ford nahm dann ganz einfach die vorhandenen Leuchtzeichen aus dem Straßenverkehr (etwa blinken und bremsen) und entwickelte sie weiter. Schließlich weiß jeder, was bei einem aufleuchtenden Bremslicht oder einem gesetzten Blinker passiert.  Dafür wurde ein Fahrzeug mit einer großen Lichtleiste auf dem Dach ausgestattet. Diese war in der Lage, Lichtsignale und Farben darzustellen. Über die Kombination der Farben und Signale, konnte anderen Verkehrsteilnehmern vermittelt werden, was das autonome Fahrzeug als nächstes tut.

Ein lila Balken in der Mitte der Leiste, sollte bspw. heißen, dass das Auto gerade fährt. Es gab keine Fußgänger oder andere Autos in der Nähe, die das Fahren behindert hätten. Ein anderer Fall war es, wenn die Leiste geblinkt hat und 2 Punkte von innen nach außen pulsierten. Dann hat das Fahrzeug Fußgänger erkannt und bremste, damit sie die Straße überqueren konnten. 

Der Test

Aber grau ist alle Theorie, die Technik muss auch in der Praxis funktionieren! Das hat Ford probiert und stattete ein Fahrzeug mit der Lichtleiste aus. Dieses fuhr zwar nicht autonom, es sah aber für andere genauso aus! Damit die Passanten die Illusion nicht erkennen, hat der Fahrer einen „Human Car“-Sitz übergestülpt bekommen. Damit verschmolz er optisch mit dem Sitz. Schließlich wollte man unter realistischen Bedingungen prüfen, ob die Lichtsignale von anderen Verkehrsteilnehmern richtig gedeutet werden.

Durchgeführt wurde der Test von der Technischen Universität Chemnitz. Dafür wurde ein nichts ahnender Journalist eingeladen. Er bekam den Sitzanzug und fuhr mit dem Fahrzeug durch die Innenstadt. Die Fußgänger waren in den ersten paar Sekunden zwar ein wenig verwirrt, verstanden dann aber die Lichtsignale recht gut. Mit Hilfe der Testergebnisse entwickeln die Forscher die Signalsprache nun weiter.   

Aber sehen Sie selbst, wie die Fußgänger reagiert haben. Hätten Sie die Signale denn erkannt?