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crash-test-1620608_1920Wir alle wollen für unsere Kinder nur das Beste und wollen sie immer sicher und behütet von A nach B bringen. Dafür gibt es aber einiges zu beachten. Was genau, erklären wir Ihnen hier. Als erstes ist es natürlich wichtig die richtige Sitzschale fürs Baby auszusuchen. Wichtig ist, dass diese technisch einwandfrei und geprüft ist. Egal ob das Kind nach vorn oder gegen die Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz fährt, der Airbag muss immer abgeschaltet sein. 

 

Laut ADAC hat sich bei Tests gezeigt, dass ein Baby in der Babyschale bei ausgeschaltetem Airbag einen Frontalaufprall bei ca. 64 km/h fast unverletzt übersteht. Vergisst man allerdings den Airbag auszuschalten erleidet das Kind schwere Kopf und Nackenverletzung und diese nur Aufgrund des Aufprall den der Airbag verursacht. Sogar bei niedrigen Geschwindigkeiten kann ein solcher Unfall bereits tödlich enden. Aus diesem Grund verbietet der Gesetzgeber die Verwendung einer Babyschale bei angeschaltetem Airbag.  

Ist das Kind schon größer und sitzt auf dem Beifahrersitz ist zu beachten, dass ein ausreichender Abstand zum Airbag eingehalten wird. Das Kind schaut nach vorne in Fahrtrichtung und ist bei einem Aufprall durch den Airbag gut geschützt, solange das Kind korrekt sitzt. Sitzt das Kind zu nah am Airbag, wird es beim Entfalten getroffen. Das kann zu Verletzungen und Brüchen führen. Noch gefährlicher wird es, wenn das das Kind die Beine nach oben gelegt hat, während ein Unfall passiert. Dabei rutscht der Beckengurt in den Bauch und es kann sogar zu Wirbelsäulenverletzungen kommen. Dabei reicht schon eine Geschwindigkeit von 30 km/h, da bereits ab da der Airbag ausgelöst wird. 

Ganz wichtig ist dabei: Lesen Sie vor Benutzung eines Kindersitzes IMMER die Bedienungsanleitung und Verschandeln und Positionieren Sie alles ganz korrekt. Dies kann im Extremfall Leben retten!  

Wie finde ich die richtige Babyschale? 

Die „i-Size“-Verordnung soll bis zum Jahr 2018 für alle Hersteller verpflichtend sein und ist bei den neuen Modellen immer angegeben. Dabei werden die Kindersitze nicht mehr nur nach dem Alter der Kinder zugeordnet, sondern auch nach der Körpergröße. So wird sicher gestellt, dass der Wechsel in den nächst größeren Sitz nicht zu früh stattfindet. „Reboard“ besagt, dass Baby mindestens bis zum 15. Lebensmonat entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden müssen, besser sogar bis zum vollendeten 3. Lebensjahr, denn erst dann können sie im Falle eines Aufpralls ihren Kopf halbwegs selbst halten.

„Isofix“ Babyschalen, die per Basis im Isofix des Autos gesichert sind bieten mehr Schutz als jene, die nur über den Gurt verschnallt werden, denn dort gibt es immer häufiger Bedienfehler. Ebenfalls ist mit dieser Technik das rein und raus der Schale per Klick möglich und somit viel einfacher.

Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Schale in jedes Auto passt. Kaufen Sie daher nicht nach Aussehen im Internet, sondern gehen Sie in einen Fachhandel, lassen Sie sich beraten und testen die Schale dann in Ihrem eigenen Auto bevor Sie sie kaufen.

Des Weiteren haben viele neue Modelle bereits einen Seitenaufprallschutz. Bei einem solchen Unfall wirken enorme Kräfte auf die Hals- und Nackenmuskulatur des Babys, weshalb ein solcher Schutz verstärkt Sicherheit bietet. Viele Basen mit Iosfix für die Babyschalen bieten noch zusätzlichen Schutz durch einen Standfuss, der zusätzlich für mehr Stabilität sorgt. Schauen Sie auch hier wieder, welche sich am besten für Ihr Auto eignet bevor Sie kaufen. 

Und vergessen Sie nicht: Der sicherste Platz für die Babyschale im Auto ist der Rücksitz, auch wenn es sicherlich praktisch ist das Baby – bei deaktivierter Airbag versteht sich – auf den Beifahrersitz zu stationieren, um es besser im Blick zu haben, ist dies leider nicht die sicherste Lösung.